Chronik

Die Sportunion Haus im Ennstal

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Sehnsucht nach Frieden und sinnvoller Freizeitgestaltung besonders groß. In unserer engeren Heimat fanden sich im Frühjahr 1946 am Birnberg im Gemeindegebiet Haus im Ennstal Burschen und Mädchen zusammen und gründeten eine Volkstanzgruppe.

Als Tanzlehrer fungierte Sepp Zeiler aus Haus, der Vater der späteren Schibobweltmeisterin Anita Zeiler. Die wöchentlichen Proben im Gasthof Walcher vlg. Waschl trugen Früchte, da bei einer ersten öffentlichen „Leistungsschau“ des Ennstaler Arbeitskreises für Heimatpflege am 6. Oktober 1946 in Öblarn die Hauser Tanzgruppe mit dem 1. Preis bedacht wurde.

Da sich einige Mitglieder auch dem Wintersport und dem Tischtennis widmeten, entwickelten sich in kurzer Zeit vereinsähnliche Aktivitäten. Der Landesverband Steiermark der Österreichischen Turn- und Sportunion in dieser Zeit um Vereinsgründungen im Ennstal bemühte, entschloß sich die Gruppe sportbegeisterter Volkstänzer nach einer Zusammenkunft am 3. November 1946 die Turn- und Sportunion Haus zu gründen. Der Gründungsvorstand setzte sich wie folgt zusammen:

Obmann Sepp Erlbacher

Sportwart Franz Wieser

Kassier u.Kulturwart Anton Wieser

Schriftführer Grete Landzettel

Sektion Tanzgruppe Sepp Erlbacher

Sektion Tischtennis Grete Landzettel

Sektion Wintersport Anton Wieser

Der Gründerwahlspruch beinhaltet eine besondere Liebe und Verbundenheit zu unserer Heimat und lautet:

Steirer san ma, Steirer bleib’n ma

So long das Herz tuat schlog’n

Steirer san man, Steirer bleib’n ma

Bis uns aussi trog’n.

Werdegang der Sportunion Haus

1946
24. November
Die erste Veranstaltung war das Cäcilienkränzchen im Gasthof Steger
1947 Erstes Krummholzrennen
1948 übernimmt Heinrich Gumpelmaier die Obmannschaft bis 1953
1950 wurde die Sektion Fußball gegründet
Zum ersten Mal wurde an der Meisterschaft teilgenommen
1951 Österreichische UNION-Spiele Für die damalige Zeit waren diese eine enorm große Veranstaltung. Es standen Nordische Bewerbe, Alpin-, Rodel-, Eisschieß- und Eislaufbewerbe am Programm. Bekannte Teilnehmer waren neben vielen anderen Ernst Obermaier und Ingrid Wendel.
1953 wird Othmar Gaulhofer zum Obmann gewählt, und war dies bis 1966. Unter seiner Obmannschaft wurde vor allem der Alpine Bereich ausgebaut. So kam es 1957 zur Neutrassierung der Krummholzstrecke in Eigenregie unter tatkräftiger Mithilfe von Thomas Scharfetter.
1958 wurden die ersten Steirischen Alpinen Meisterschaften organisiert.
1961 fanden die 1. Österreichischen Jugendmeisterschaften statt.
1963 war die UNION Haus der 1. Veranstalter von Alpinen Österreichischen Meisterschaften in der Steiermark.
Damals wurde auch die sehr erfolgreiche Sektion Schibob gegründet.
1964 Elfriede Grießer (geb. Gaulhofer) wurde Schibob-Europameisterin.
1965 wurde das 1. FIS-B Rennen durchgeführt.
Die Sieger waren damals Stefan Sodat und Franz Digruber.
1966 bis 1967 war Ing. Franz Kübler Obmann.
1967 Die Krummholzstrecke wurde von der FIS als erste Steirische Rennstrecke homologiert.
bis 1969 war Bgm. Andreas Moser Obmann des Vereines.
Anita Eggmayr (geb. Zeiler) wurde erstmals Weltmeisterin im Schibob.
1968 2. FIS-B Rennen.
1969 Sepp Pitzer errang den Weltmeistertitel im Schibob.
bis 1970 war Hilmar Kolb Obmann.
Gudrun Gruber (geb. Resch) gewann die internationalen Krummholzrennen.
1970 Aufstieg der Fußballmannschaft in die 1. Klasse Ennstal
bis 1972 Obmann Karl Resch
Gründung der Sektion Frauenturnen
1971 Anita Eggmayr (geb. Zeiler) wurde zum zweiten mal Weltmeisterin im Schibob.
1972 – 1976 war Alois Kotrasch Obmann
1973 1. Europacuprennen
1974 Eröffnung der Flutlichtanlage am Sportplatz
1976 – 1982 Obmann Fredi Frühwirth
Gründung des Organisationskomitees für Schigroßveranstaltungen.
Erster OK-Chef war Fredy Kolb.
1977 Ingemar Stenmark gewann den Europacupslalom in Haus
1978 EC Slalom – Matthias Hartl initiiert die Schigruppe
1979 Die Alpine Schiweltmeisterschaft 1982 wird an Haus und Schladming vergeben
1981 1. Damen-Weltcuprennen mit Gery Sörenson als Siegerin
1982 Alpine Schiweltmeisterschaft
Peter Fuchs wird zum Obmann gewählt
1983 In diesem Jahr wird das 2. Weltcuprennen der Damen durchgeführt.
Die Sektion Radsport wird gegründet.
1984 Erste Internationale Hauser Radsporttage werden in Weißenbach durchgeführt
1985 Der Trainingsplatz am Fußballgelände konnte fertiggestellt werden.
1986 wurden die Alpinen österreichischen Meisterschaften zum zweiten Mal durchgeführt
1987 wurden die Alpinen österreichischen Meisterschaften zum dritten Mal durchgeführt
Fertigstellung unserer neuen Sportanlage mit dem Hauptspielfeld und dem Parkplatz
1990 weitere Weltcupveranstaltungen
1991 wurde die Sektion Tennis gegründet und gleichzeitig die Tennisplätze sowie das Sporthaus fertiggestellt.
1993 wurde die 4. Weltcupveranstaltung und das erste Krummholz Mountainbike Rennen organisiert
1995 wieder Weltcuprennen in Haus und 1. Hauser Schüler- und Jugendradrennen
1996 Fredy Trinker übernimmt den OK-Chef für Schigroßveranstaltungen
1997 wurde gemeinsam mit dem WSV Schladming die Alpine Juniorenweltmeisterschaft organisiert
1998 Um wieder Weltcupveranstalter zu werden, mussten umfangreiche Umbauarbeiten an der Krummholzstrecke und im Zielauslauf gemacht werden. Auf Initiative des OK´s wurde dies gemeinsam mit der Hauser Kaibling Seilbahn, der Marktgemeinde Haus und dem Land Steiermark in Angriff genommen.
Die Fußballkampfmannschaft steigt in die Gebietsliege Ennstal auf.
1999 Bau des Zielstadions und somit der Zuspruch von Weltcuprennen im Jahr 2001
2000 Eröffnung des Zielstadions, Damen-Europacup mit 2 Abfahrten und 1 Super-G, österreichische Jugendmeisterschaften mit Slalom und Riesentorlauf der Damen
– Franz Promok wird inoffizieller Schülerweltmeister in Monte Pontone
– Franz Promok und Corina Stocker werden Schüler Landescup- Sieger
2001 Weltcupveranstaltung Damen
2003 Manuela Schwarz übernimmt den OK-Chef von Fredy Trinker.
2004 Weltcupveranstaltung Damen
2005 und 2006 Europacup der Damen